SPD-Ortsverein Mannheim-Ost

Die SPD in der Schwetzingerstadt/Oststadt und in Neuostheim/Neuhermsheim

Radweg-Bauarbeiten in Augustaanlage: Bezirksbeiräte Kapan und Soeder regen an, die Einführung von Tempo 30 zu prüfen

Veröffentlicht am 08.10.2021 in Bezirksbeirat

„In Mannheim wurde das Auto erfunden und in Mannheim wurde das Fahrrad erfunden“, so die SPD-Bezirksbeirätin in der Schwetzingerstadt/Oststadt Nazan Kapan. „Deshalb ist es das richtige Signal, dass die Prachtstraße Mannheims, die Augustaanlage, nun fahrradtauglich umgebaut wird.“ Ihr Bezirksbeiratskollege Christian Soeder pflichtet bei und ergänzt: „Die Fahrradwege in Mannheim sind schon deutlich besser geworden – aber gerade die wichtigste Straße war für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer bisher nur unter Gefahr für Leib und Leben oder mit Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung nutzbar. Deshalb ist es gut, dass der Bund den Umbau der Augustaanlage mit einer Million Euro fördert.“

Trotzdem sei in diesem Zusammenhang auch zu prüfen, so die beiden Kommunalpolitiker, ob im Zusammenhang mit den Umbauarbeiten für die Fahrradspuren nicht auch dauerhaft Tempo 30 auf der Augustaanlage eingeführt werden könnte. „Das wäre nicht nur für die Anwohnerinnen und Anwohner ein lärmschutzpolitischer Gewinn, sondern auch mit einem Sicherheitsgewinn für die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer verbunden“, so Kapan.

„Und gut für die Umwelt und das städtische Mikroklima wäre es ebenfalls“, ergänzt Soeder. Kapan und Soeder verweisen in diesem Zusammenhang auf das entsprechende Lärmgutachten aus dem Jahr 2015, das eine Einführung von Tempo 30 in der Augustaanlage vorsah. „Immerhin wurde nun beschlossen, dass nachts zwischen 22 und 6 Uhr Tempo 30 gelten soll“, so Kapan. „Das muss aber auch kontrolliert werden.“ In einem umfangreichen Antrag an die Verwaltung haben Soeder und Kapan nun gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Bezirksbeirat gefordert, die Einhaltung der nächtlichen Tempo-30-Regelung zu überwachen. „Außerdem soll die Verwaltung darlegen, welche Hürden es rechtlich für die Einführung einer Tempo-30-Regelung auch tagsüber gibt“, so Soeder.

Hintergrund:

Die erste Bauphase für die Radwege in der Augustaanlage, die im September begonnen wurde und bis Mitte November 2021 andauern wird, erstreckt sich im Bereich zwischen der Schubertstraße und dem Carl-Reiß-Platz auf der stadtauswärts verlaufenden Fahrspur. Die Bauarbeiten in diesem Bereich können unter Aufrechterhaltung einer Fahrspur durchgeführt werden. Zusätzlich werden neue Versorgungsleitungen verlegt und die komplette Lichtsignalanlage am Carl-Reiß-Platz erneuert. Beide Fahrspuren stadteinwärts bleiben offen.

Die zweite Bauphase zwischen der Otto-Beck-Straße und dem Carl-Reiß-Platz wird nach der Winterpause im Januar 2022 beginnen. Die dritte Bauphase beinhaltet dann den Abschnitt zwischen der Mollstraße und der Otto-Beck-Straße und ist von Anfang Mai bis Ende Juli 2022 geplant. Das Grundprinzip der Verkehrsführung bleibt in den bisher genannten Abschnitten erhalten: stadtauswärts einspurig, stadteinwärts zweispurig. Darüber hinaus finden neben den Straßensanierungsarbeiten in nahezu allen Abschnitten Arbeiten der MVV statt.

Ab August 2022 werden dann die Parkbuchten und die Radfahrspur stadteinwärts final umgebaut. Hierzu erfolgt eine einspurige Verkehrsführung. Nach Fertigstellung des Abschnitts Carl-Reiß-Platz/Mühlendorferstraße – Schubertstraße, sind die Fahrspuren und der Gehweg wieder uneingeschränkt nutzbar.

Die gesamte Bauzeit wird auf circa 14 Monate geschätzt und soll bis Mitte November 2022 abgeschlossen sein. Anschließend wird die Maßnahme in der Augustaanlage für die BUGA 2023 pausieren bevor 2024 dann der letzte Abschnitt zwischen der Mollstraße und dem Friedrichsplatz realisiert wird.